






Familienfest der Ausbildung begeistert tausende Besucher
Der Schippberg ruft – und alle kommen. Bei strahlendem Sommerwetter verwandelte sich das
Schulzentrum am 20. Juni 2026 erneut in den Treffpunkt für Ausbildung, Studium und Beruf.
Der 19. Berufsinformationstag lockte zahlreiche Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte sowie
Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik zur größten Ausbildungsmesse der Region.
„Ein Familienfest der Ausbildung“ nannte Moritz Keller, Schulleiter der Gewerblichen Schule
Künzelsau, die Veranstaltung. Musik, kulinarische Angebote und vor allem viele persönliche
Gespräche sorgten für eine angenehme Atmosphäre. „Heute gibt es kaum einen Jugendlichen
aus der Region, der nicht hier ist“, zog Patrick Wagner, Schulleiter der Kaufmännischen
Schule Künzelsau, Bilanz.
Landrat Ian Schölzel würdigte die hervorragende Organisation durch die drei beteiligten
Schulen – die Gewerbliche Schule Künzelsau, die Kaufmännische Schule Künzelsau und die
Karoline-Breitinger-Schule. Der Berufsinformationstag sei ein wichtiger Treffpunkt für junge
Menschen, Eltern und Unternehmen.
Der direkt gewählte Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Hohenlohe, Dr. Tim Breitkreuz,
sagte bei seiner Eröffnungsrede, dass sich unser Wohlstand auf den Betrieben und Menschen
gründe, die heute hier vertreten seien. An der verdienten Wertschätzung mangele es
manchmal. Mit dem Satz „Daran arbeiten wir heute!“ gab er das Signal zur Eröffnung der
Veranstaltung.
Mit mehr als 100 Ausstellern aus Industrie, Handwerk, Handel, Verwaltung, Hochschulen und
sozialen Einrichtungen bot die Messe ein breites Spektrum an beruflichen Perspektiven. Für
Moritz Keller ist der Berufsinformationstag weit mehr als eine Ausbildungsmesse: „Er zeigt,
wie gut die Akteure in der Region zusammenarbeiten. Diese pragmatische Zusammenarbeit
für ein gemeinsames Ziel ist typisch für Hohenlohe.“
Auch Patrick Wagner betonte die besondere Atmosphäre: „Alles läuft sehr harmonisch, einer
hilft dem anderen. Das ist typisch für unsere Region.“ Die Messe sei nicht nur
Informationsplattform, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs.
Mit 20 in die Rente?
Mit 20 in die Rente gehen, bei bester Gesundheit und gutem Geld – geht das? Ja, wenn man
bei der Deutschen Rentenversicherung arbeitet. Stefan Gundling, Leiter des Beratungsteams
bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, Regionalzentrum Schwäbisch
Hall, ist mit seiner Behörde seit mehreren Jahren dabei. „Es hat immer etwas gebracht“, so
Gundling. Die DRV bietet neben verschiedenen Ausbildungsberufen auch sehr bewährte
duale Studiengänge an.
Auch große regionale Arbeitgeber wie Würth nutzen die Messe, um frühzeitig mit
interessierten Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Isabelle Werner und Luca Steffl aus der
Ausbildungsabteilung berichteten, dass aus den Gesprächen häufig Praktika entstehen. Diese
seien oft der erste Schritt zu einer Ausbildung und manchmal sogar zu einer langfristigen
Karriere im Unternehmen.
Für Patrick Müller, Ausbildungsleiter bei Jako, ist der Berufsinformationstag die wichtigste
Ausbildungsmesse der Region. Neben vielen interessanten Gesprächen mit Schülerinnen und
Schülern schätzt er besonders die Möglichkeit zum Netzwerken.
Die Hochschule Heilbronn war mit Sara Azarmi und Corinna Burgermeister auf dem
Berufsinformationstag vertreten. Die Hochschule bietet angewandte Wissenschaft aus den
Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik an. Burgermeister verwies vor allem auf das
kooperative Studienmodell, bei dem auf eine Ausbildung bei einem Unternehmen ein
Studium folgt. Durch die Verzahnung beider Bildungsabschnitte hat man nach rund fünf
Jahren eine Doppelqualifikation aus einer klassischen Facharbeiterausbildung und einem
Studium.
Erfolgreiche Bildungswege beginnen am Schippberg
Ein Beispiel für einen gelungenen Bildungsweg ist Jan Marsell vom Schraubenwerk
Gaisbach. Der angehende Industriemechaniker steht kurz vor dem Abschluss seiner
Ausbildung. Wenn er auf seine Zeit an der Gewerblichen Schule Künzelsau zurückblickt, zu
der auch ein Jahr als Schülersprecher gehörte, denkt er an die „super Lehrer“, an die
Werkstatt- und die Theorielehrer, die alle eine „sehr gute Arbeit gemacht haben“. Er sei sehr
gut aufgenommen worden und habe viele gute Beziehungen zu Lehrern und Mitschülern
aufbauen können. Nach dem Ende seiner Ausbildung wird er gleichzeitig bei seinem
Ausbildungsbetrieb arbeiten und den Schritt in die Selbständigkeit wagen.
Für den stellvertretenden Schulleiter der Gewerblichen Schule Künzelsau, Studiendirektor
Lars Schneider, ist der Berufsinformationstag „ganz wichtig, damit die Leute sehen, was wir
alles anbieten, dass wir im Gespräch bleiben mit den Unternehmen und dass wir präsent sind.
Es ist ganz wichtig, miteinander zu sprechen.“
Auch Abteilungsleiter Sebastian Haak zeigt sich „zufrieden“, dass die Betriebe mit den
jungen Leuten „gute Gespräche führen konnten und es die Gelegenheit gab, die berufliche
Zukunft voranzubringen.“
Für Patrick Wagner ist der Berufsinformationstag „mehr als eine Ausbildungsmesse. Man
trifft sich, man kommt hier her, um einen guten Tag zu verbringen und jemanden zu treffen“.
So kann der Berufsinformationstag zum „Schlüssel zum Erfolg“ werden – individuell und für
die ganze Region.