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By | September 3, 2018

Karoline-Breitinger-Schule und Gewerblichen Schule Künzelsau stellen Werkrealschülern verschiedene Berufsfelder vor

Vom 16. bis zum 19. Juli 2018 fanden an der Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau und der Gewerblichen Schule Künzelsau Workshops für die 8. Klassen der Georg-Wagner-Werkrealschule Künzelsau und des Bildungszentrums Niedernhall statt. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich über vier Ausbildungsfelder informieren. Zur Auswahl standen Ausbildungsberufe aus dem Bäcker- und Fleischerhandwerk, der Pflege und dem Straßenbau.

Bild 1:
Das Backhandwerk lernten Schüler beim Workshop in der Bäckerei der Gewerblichen Schule Künzelsau kennen

Die Lehrerein für Aktivierung an der Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau, Sabine Kaiser, bot einen Workshop zur Biografiearbeit an. Gemeinsam mit den Schülern besprach sie die Lebensumstände und -verhältnisse vor 100 Jahren. Am Beispiel von gebügeltem Geschenkpapier und den dazugehörigen Geschenkbändern, die früher wiederverwendet wurden, veranschaulichte Kaiser den Schülern die Unterschiede zwischen dem Leben in der heutigen Zeit und dem Leben damals und betonte: „In der Pflege ist es sehr wichtig, die Biografien der älteren Menschen zu kennen.“ Darüber hinaus gab Kaiser einen Einblick in den Umgang mit Menschen mit Demenz. Abschließend hob sie hervor, dass bei Pflegeberufen nicht nur die körperliche Pflege der Menschen im Fokus steht, sondern dass Pflege vielmehr soziale Betreuung und Aktivierung bedeute. Kristina (14) von der Georg-Wagner-Schule in Künzelsau und Patricia (13) von dem Bildungszentrum in Niedernhall besuchten den Workshop von Sabine Kaiser. Begeistert berichteten sie von ihrem ersten Tag, an dem sie Blutdruck und Puls maßen, das Seniorenheim St. Bernhard besuchten und eine Einführung in die Pflege erhielten. Patricia gefiel die Einweisung in die Erste Hilfe am besten, Kristina fand es sehr interessant zu lernen, wie man Patienten richtig festhält und wie man sich richtig die Hände desinfiziert. Beide sind der Meinung, dass die Workshops bei der Berufswahl helfen und sie sich einen Beruf im Pflegebereich vorstellen können.

Bild 2:
Die richtige Verlegung von Steinen stand beim Workshop zum Straßenbau im Mittelpunkt

In die alltägliche Arbeit im Straßenbau wurden die Werkrealschüler auf dem Hof der Gewerblichen Schule eingeführt. Die Auszubildenden Rakim und Leonardo der Firma Schneider GmbH in Öhringen halfen den Schülern geduldig und zeigten ihnen, wie Steine beim Straßenbau richtig angeordnet und gefestigt werden. Der Vermesser Rainer Hofmann der Firma Schneider erklärte wie die Vermessung erfolgt und stellte die modernen Geräte vor, die Messungen per Internet direkt vom Messort an die Firma übermitteln.

Bild 3:
Erste-Hilfe-Einweisung gab es beim Workshop zu den Ausbildungsberufen in der Pflege

Zwei weitere Workshops fanden in der Bäckerei und Metzgerei der Gewerblichen Schule statt. Während Kurt Rüdinger, Technischer Oberlehrer, mit den Schülern Maultaschen herstellte, wurde in der Bäckerei mit Karl Kronmüller und Achim Schwab, beide erfahrene Bäckermeister aus der Bäckerinnung Hohenlohe, kräftig gebacken. Ioakim (14) vom Bildungszentrum in Niedernhall berichtete begeistert vom gemeinsamen Backen und Zubereiten eines Hefezopfs. Die Schüler bereiteten den Teig zu, ließen ihn durch die großen Maschinen, rollten ihn mit der Hand aus und flechteten anschließend die Zöpfe. Am Vormittag wurden Laugengebäck und Hörnchen gebacken und am Nachmittag verarbeiteten sie den Pizzateig zu Pizzaschnecken. Die Workshops gefielen Ioakim sehr gut, er findet das Bäckerhandwerk interessant, ist sich jedoch noch unsicher, ob er jeden Tag so früh aufstehen könnte.

Im Anschluss an die vier Tage an den Kreisberufsschulen in Künzelsau gab es noch eine Nachbereitung an den Werkrealschulen. Nach einer Präsentation vor Mitschülern, Eltern und Lehrkräften erhielten die Schüler ein individuelles Teilnahmezertifikat mit einer Rückmeldung zu ihrer Leistung ausgehändigt.

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